Streaming-Angebote können als gemäß § 2 RStV zulassungsbedürftig sein, wenn sie als „Rundfunk“ bewertet werden. Rundfunk liegt vor bei Angeboten, die linear veranstaltet werden und für die Allgemeinheit entlang eines Sendeplans zum zeitgleichen Empfang bestimmt sind. „Entlang eines Sendeplans“, also mit redaktioneller Gestaltung, bedarf der Einzelfallbewertung.

Derzeit prüfen die Landesmedienanstalten die Zulassungsbedürftigkeit von Lets-Play-Streaming-Angeboten – nicht zuletzt hier offenbart sich die Reformbedürftigkeit des Rundfunkstaatsvertrags, wie die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) selbst eingeräumt hat. Für eine Zulassung kann eine Gebühr von 1.000 – 10.000 Euro, je nach wirtschaftlichem Erfolg des Angebots, erhoben werden. Da Verstöße gegen die Zulassungspflicht gem. § 49 RStV mit Bußgeldern bis 500.000 € bewehrt sind, kann eine Vorabprüfung lohnend sein. Prüfungsbedarf besteht nicht bei Videos zum Abruf, wohl aber bei Live-Videos mit gewisser Regelmäßigkeit und redaktionellen Inhalten, ganz gleich über welchen Kanal.